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11. Punktspiel: SV Hagenbüchach - TSV Langenfeld PDF E-Mail
Geschrieben von Dieter Hieronymus   
Sunday, 23. October 2016

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Na, was war denn das heute. Nach zwei zuletzt eher schwachen, wenn nicht sogar äußerst schlechten Spielen, zeigte die heute wieder mal zwangsweise leicht veränderte Mannschaft ein völlig neues Gesicht. Reichte es nämlich vor zwei Wochen beim Tabellenletzten in Neustadt so gerade nochmal für drei Punkte, so braucht man über die Leistung vor einer Woche gegen Wilhelmsdorf/Brunn eigentlich kein Wort mehr verlieren, denn das war wohl nichts. So stand heute die Reise zum wiedererstarkten Kreisliga-Absteiger aus Hagenbüchach auf dem Programm und nach den zuletzt gezeigten Leistungen konnte man eigentlich keinen Pfifferling mehr auf die Mannschaft setzen. Doch dann passierte das, was den Fußball eigentlich so interessant und irgendwie auch wieder so unerklärlich macht. Mit einer konzentrierten und in sich geschlossenen Mannschaftsleistung konnte man völlig überraschend drei Punkte aus Hagenbüchach entführen und das beileibe nicht unverdient. Zwar waren mit Holger Wägner, der letztes Mal noch fehlte, Simon Pfeuffer, der ja schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr dabei sein konnte und Daniel Hirsch, der nach dreiwöchiger Verletzungspause auch wieder mit an Bord war, wichtige Spieler mit dabei, doch dafür fehlten heute mit Thorsten Kern und David Müller zwei eminent wichtige Spieler gerade für den Defensivbereich....

Das Spiel begann mit einer beeindruckenden Druckphase der Heimelf und man merkte der deutlich an, dass sie ganz offensichtlich auf ein schnelles Führungstor aus war. Und wir hatten erst mal wenig entgegen zu setzen. Mit dieser Vehemenz war aber auch kaum zu rechnen. Es dauerte aber auch nur ca. 10 Minuten, da merkte man schon, dass sich Hagenbüchach zwar ganz gefällig durchs Mittelfeld kombinierte, aber im Sturmzentrum waren sie dann doch zu oft mit ihrem Latein am Ende, wenngleich ihnen bis dahin SR Norbert Kretschmer aus Eckental mit einigen dubiosen Entscheidung klar zur Seite stand. Aber mit einer Ausnahme, zu der wir später auch noch zu sprechen kommen, wurde er mit zunehmender Spieldauer immer sicherer und auch souveräner. Als wir dann den ersten Angriffsschwung der Heimelf überstanden hatten, folgte nach erst 9 ½ gespielten Minuten die nächste Hiobsbotschaft für uns. Daniel Hirsch, der heute im Abwehrzentrum agierte, musste raus, nachdem er sich frühzeitig verletzt hatte. Für ihn kam Andy Kraus und man kann es vorweg nehmen, gemeinsam mit Thorsten Gräbner bildete er über die meiste restliche Spielzeit ein sicheres Innenverteidigerduo. Zuvor waren gerade mal knapp drei Minuten gespielt, da hatten wir schon etwas Glück, als ein 20m-Schuss von Osman Güngör nur knapp vorbei ging. Und nur zwei Minuten nach dem Wechsel Hirsch/Kraus hielt TW Nico Christ mit einer tollen Reaktion gegen einen scharfen Schuss aus nur 6 m die Null für sein Team. Auf das druckvolle Angriffsspiel der Hagenbüchacher konnten wir uns dann aber so langsam immer besser einstellen und kamen auch so allmählich immer wieder mal gefährlich vors gegnerische Tor. Die Platzherren waren davon offensichtlich so beeindruckt, dass sie immer wieder den Weg hinten rum über ihren Libero und Spielertrainer Ahmet Dönmez suchen mussten. Da auch wir richtigerweise noch kein unnötiges Risiko beim Spiel nach vorne einzugehen gewillt waren, verflachte das Spiel für eine Viertelstunde merklich. Dann schien die Führung für uns fällig, nach dem bis dahin besten Angriff von uns. Marcel Schramm wurde auf der rechten Seite herrlich freigespielt, setzte sich noch gegen einen Gegenspieler durch und brachte dann eine tolle Flanke nach innen genau auf den völlig frei stehenden Holger Wägner, doch der ging etwas zu weit in die Knie und setzte dadurch seinen Kopfball aus ca. 7 m klar drüber (30.). In der 38. Minute dann die bereits angedeutete Situation, in der SR Kretschmer viel zu nachsichtig entschied. Noch in der Langenfelder Hälfte leistete sich Matthias Wiesinger nur einen Meter von der Seitenauslinie entfernt ein grobes Foul gegen Marcel Schramm, für das er mit einer gelben Karte noch gut bedient gewesen wäre. Da er zuvor bereits verwarnt gewesen war hätte dies logischerweise die gelb-rote Karte bedeutet und was entschied der SR, zwar auf Foul und Freistoß für uns aber zum Übeltäter sagte er nur: „Noch ein Foul und sie sind draußen“. Und dann hatten wir wenigstens die richtige Antwort parat. Den Freistoß spielten wir auf der rechten Seite die Außenlinie entlang zu Martin Reuß, der eine gute Flanke nach innen brachte knapp an die Strafraumgrenze. Da nahm Julius Pfeuffer den Ball direkt, der Hagenbüchacher Tobias Reitenspieß brachte noch die Fußspitze dazwischen und der Ball trudelte ins andere Eck zur etwas überraschenden Führung für uns. Nachdem der Heimelf nur noch herzlich wenig einfiel, nutzten wir dies, um noch etwas mehr für die Offensive zu tun und wurden dafür auch belohnt. Bereits in der Nachspielzeit gab es Freistoß für uns von der rechten Seite knapp vor der Torauslinie etwa zwischen dem Sechzehner und der Eckfahne, den Spielertrainer Dirk Hieronymus, besser als die davor, diesmal nicht zu flach, sondern etwas höher vors Tor brachte und schon krachte es erneut. Etwa auf Höhe des hinteren Pfostens sprang Schramm am höchsten und köpfte den Ball entgegen der Laufrichtung des gegnerischen Keepers genau ins untere Eck zum 0 : 2 ins Tor. Danach war dann auch Schluss.

 

Nachdem man quer über den ganzen Platz (mindestens 70 m Entfernung) hören konnte, dass es in der Hagenbüchacher Ecke bei der Halbzeitbesprechung ziemlich laut geworden ist, durfte man erwarten, dass es die Heimelf nun mit noch mehr Vehemenz versuchen würde, als bereits zu Beginn der Begegnung. Und so kam es dann auch. Der SVH schien sofort nach Wiederbeginn mit noch mehr Risiko zu Werke zu gehen und es waren gerade einmal etwas mehr als zwei Minuten gespielt, da stand es nur noch 1 : 2. Auf ihrer rechten Angriffsseite kamen sie schnell bis kurz vor die Torauslinie, von wo aus Johannes Wiesinger eine hohe Flanke nach innen schlug und zwischen dem hinteren Pfosten und der 5m-Linie kam Steffen Pfau völlig frei zum Kopfball, den er auch wuchtig und genau unter die Latte unhaltbar für TW Nico Christ versenkte. Natürlich fiel dieser Gegentreffer viel zu bald, denn nun musste man mit noch wütenderen Angriffen des Gegners rechnen und es war ja noch fast eine ganze Halbzeit Zeit. Die Platzherren versuchten auch sofort nachzulegen, aber fast etwas (angenehm) überraschend ließ sich unsere Mannschaft durch diesen Treffer nicht aus der Ruhe bringen. Waren im ersten Durchgang die SVH-Angriffe meist durch die Mitte angelegt, was unserer Abwehr die Defensivarbeit nicht sonderlich schwer machte, so versuchten sie es nun meist mit hohen Bällen in unseren Strafraum bzw. in dessen Nähe. Und auch damit konnten sie unsere Defensive nicht sonderlich beeindrucken. Wenn sie sich doch einmal durchsetzen konnten und zum Abschluß kamen, trafen sie meist auch noch auf einen Langenfelder Torhüter, der mehrfach mit tollen Reaktionen und gutem Stellungsspiel glänzen konnte und seiner Elf damit den knappen Vorsprung retten konnte. Je länger das Spiel dauerte, desto sicherer wurden wir im hinteren Bereich und schafften es dann auch immer wieder, mit guten Kontern zu gefallen. So erkämpfte sich Simon Pfeuffer nach einer Ecke in der 53. Minute im Strafraum den Ball mit einem energischen Einsatz, den man sicher auch hätte abpfeifen können, doch sein Schuß aus ca. 14 m halblinker Position ging etwa 1 m drüber. Auf der Gegenseite konnte sich Osman Güngör auf Höhe der Strafraumgrenze von der linken Seite kommend gegen 2 Mann durchsetzen, doch seinen scharfen und platzierten Schuß konnte TW Christ reaktionsschnell noch zur Ecke lenken (65.). Nur zwei Minuten später waren wir wieder an der Reihe. Wägner erlief sich einen Steilpaß im gegnerischen Strafraum, behauptete geschickt den Ball und legte ihn dann zurück auf den nachsetzenden Julius Pfeuffer. Dessen Schuß aus nahezu der gleichen Position, wie vorher der seines Bruders Simon ging aber auch klar drüber. Eine Viertelstunde vor Schluß ging dann mal ein weiter Ball in unseren Strafraum über die ganze Abwehr genau in den Lauf von Alexander Dörrich, doch der scheiterte aus ca. 7 m auch an TW Christ. Fast im Gegenzug dann eine Art Vorentscheidung nach dem wohl schönsten Spielzug im gesamten Spiel. Einen weiten Ball aus unserer Hälfte erlief sich Mitte der gegnerischen Hälfte Marcel Schramm, der im zweiten Durchgang ständig unterwegs war und die SVH-Abwehr immer wieder beschäftigte und nicht zur Ruhe kommen ließ. Er legte den Ball dann zurück auf Julius Pfeuffer und lief sich sofort wieder auf der linken Seite frei. Den dadurch in der Mitte freiwerdenden Raum nutzte Pfeuffer dann zu einem Zuckerpaß, wie man immer so schön sagt: „genau in die Schnittstelle der Abwehr“, zwischen zwei Gegenspieler hindurch passgenau in den Lauf von Wägner. Dessen Gegenspieler war hier einen Tick zu spät dran, konnte aber den direkten Torschuß gerade noch verhindern. Wägner erkannte dies schnell und drehte sich sofort auf die andere Seite mit dem Ball an seinem schwächeren rechten Fuß. Da sah er aber den völlig freistehenden Martin Reuß, dem er den Ball auch gleich auflegte. Reuß hatte noch die Zeit und die Ruhe dafür, den Ball anzunehmen, um ihn dann überlegt am Torwart vorbei zum 1 : 3 einzuschieben. Nun folgte eine bärenstarke Phase von Linksverteidiger Martin Kosinski, der ein ums andere Mal mit nach vorne stürmte und meist im Zusammenspiel mit Schramm zu einigen guten Möglichkeiten kam. Hätten sie diese aber etwas ruhiger und konzentrierter ausgespielt, wäre sicher noch der ein oder andere Treffer für uns möglich gewesen. Drei Minuten nach unserem dritten Tor hatten wir auch mal das nötige Glück, das man einfach auch einmal braucht. Der eingewechselte Dimitrios Fotiadis flankte von rechts knapp vors Tor, wo Steffen Pfau etwas früher an den Ball kam, als unser Keeper, doch sein Schlenzer strich knapp am langen Pfosten vorbei ins Toraus. Dann waren die 90 Minuten gerade abgelaufen, als der Schiri zu Recht noch zwei Minuten nachspielen ließ und es noch zu einem Freistoß für die Heimelf kam. Aus dem Halbfeld ca. 30 m Torentfernung hob Cian Cronin den Ball hoch vor unser Tor, wo unsere gesamte Abwehr wohl nur noch auf den Schlußpfiff wartete und kein Auge mehr für Henrik Pfau hatte. Der lief nämlich als einziger nach dem Ball und drückte ihn ohne Bedrängnis über die Linie.

 

 

  0:1 Julius Pfeuffer (39.)

0:2 Marcel Schramm (45.+1)

1:2 Steffen Pfau (48.)

1:3 Martin Reuß (78.)

2:3 Henrik Pfau (90.+2)

 

Aufstellung TSV: Christ - Kosinski, Hirsch (Kraus), Gräbner, Hieronymus R. - Pfeuffer S., Hieronymus D. - Pfeuffer J., Reuß M. - Schramm, Wägner 

 

Letzte Aktualisierung ( Tuesday, 25. October 2016 )
 
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